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Kinderleichtathletik in der Region Stuttgart.

Weil der Stadt-Schafhausen, November 2010 (henne). 120 Teilnehmer folgten der Einladung zum Fortbildungslehrgang der Leichtathletik Region Stuttgart, in die Stubenberg Halle in Weil der Stadt-Schafhausen. Erfreulich war der große Anteil von Jugendlichen. Lehrwart Günther Henne hatte einen 2 Tageskurs mit fünf Referenten ausgeschrieben.

Den 1. Tag gestalteten Antje und Olaf Fundel. Sie gaben den Teilnehmern viele hilfsreiche Tipps zum Thema Laufen, Springen, Werfen, Gymnastik und Spiele. Mit zum Teil einfachen Materialien wurden so unterschiedliche Aufgabenstellungen in vielen Varianten auf engem Raum oder in großen Gruppen ausprobiert. Auch der Spaß in der Gruppe oder mit Partnern kann das Mannschaftsgefühl stärken.

Der 2. Tag begann mit Paul Huber. Sein Beitrag zum Thema Leichtathletik im Kindergarten. Paul Huber appellierte an die Teilnehmer gerade die kleinsten nicht zu vergessen, denn Turnen und auch Fußballvereinen sind bereits im Kindergarten präsent. In vielen Bewegungsspielen zeigte Paul wo sich die Leichtathletik versteckt.

Nach 2 Stunden "Besuch im Kindergarten" wechselte das Thema. Andreas Surbeck zeigte den Teilnehmern einen systematischen Trainingsaufbau des Hochsprungs. Am Sonntagnachmittag referierte dann Sebastian Hess (Trainer von Nils Winter und Charles Friedeck ) das Thema Weitspringen. An Hand von Videos wurde der komplexe Ablauf des Weitsprungs analysiert sowie Trainingsabläufe und Trainingpläne besprochen.

Bettina Diebold vom Gastverein der Spvgg Weil der Stadt konnte am Schluss begeisterte Teilnehmer verabschieden.

Kinderleichtathletik – mit Hans Katzenbogner

Weil der Stadt-Schafhausen, Dezember 2008 (hub). Eigentlich wollte er ja mit 60 aufhören, aber da gäbe es ein so paar Wadlbeiser, die einfach keine Ruhe geben, und einer davon ist Günther Henne, der mich nicht in Ruhe ließ,bis ich endlich zugesagt habe,“ so begrüßte Katzenbogner „der Hans aus Freising“ die knapp 180 Teilnehmer aus ganz Baden Württemberg, die der Einladung Günther Henne’s zur Fortbildung Kinderleichtathletik in die Sporthalle in Weil der Stadt Schafhausen gefolgt sind.

Kinderleichtathletik ist Basisausbildung. Sie ist vor allem fähigkeitsorientiert, und dient der Vorbereitung auf das Grundlagentraining. Dabei ist eine moderne Kinderleichtathletik attraktiv und motivierend und orientiert sich an der Lebens- und Entwicklungssituation der Kinder. Die Lebenssituation der Kinder hat sich in den letzten  Jahren grundlegend geändert. Heutige Kinder bewältigen ihren Schulalltag bis in die Nachmittagstunden, spielen Computer, sind verplant und werden zu verschiedenen Terminen regelmäßig von den Eltern mit dem Auto gefahren. Zeiten in denen Kinder auf Bäume kletterten oder durch Wälder und Wiesen streiften, sind nahezu vorbei. Die tägliche Bewegungszeit von Kindern hat sich in den letzten Jahren enorm verringert, was sich in motorischen und physiologischen Defiziten widerspiegelt. An eine moderne zukunftsweißende Kinderleichtathletik besteht somit die Forderung eines fähigkeitsorientierten, abwechslungsreichen und keinesfalls leichtathletikspeziellen Trainings. Kinderleichtathletik muss mehr sein als die Reduzierung auf 50m-Läufe, Ballwürfe und Weitsprünge.

Katzenbogner demonstrierte an zwei Tagen wie eine attraktive Kinderleichtathletik aussehen kann. Ob Bänke, Matten, Schaumstoffbalken, Tücher, Sprungseile, Tennisbälle, Fahrradreifen, Fallschirm oder der Stufenbarren – Katzenbogner hatte für jedes Gerät eine Vielzahl von Übungen, so dass für jeden etwas dabei war. Mit großem persönlichen Engagement war „Hans aus Freising“ über die beiden Tage Referent und Animateur zugleich.

Hans Katzenbogner ist einer der Protagonisten in der Kinderleichtathletik .Der ehemalige Mehrkämpfer (Zehnkampf, u.a. im Kader von Friedel Schirmer), hat sich gerade in der Nachwuchsleichtathletik in mehr als drei Jahrzehnten national und auch international einen Namen gemacht. Sein Buch "Kinderleichtathletik" aus dem Jahr 2002 ist bereits in der zweiten Auflage im Philippka-Verlag, Münster als DLV-Standardwerk für den Leichtathletik-Nachwuchs erschienen und gilt schlechthin als "Bibel" für Schule und Verein.

Kritisch setzte sich Katzenbogner mit der Begrifflichkeit „Kinderleichtathletik als kinderleichte Athletik“, wie er gerade im Württembergischen Leichtathletikverband geprägt wurde, auseinander. Kinderleichtathletik sei nicht kinderleicht, sondern eine der größten Herausforderung. Inhaltlich sind Katzenbogner und das Kinderleichtathletik – Lehrteam um Fred Eberle auf einer Ebene: "Leichtathletik soll Spaß machen und Freude bereiten."

Katzenbogner beendete den Lehrgang im Schlusskreis mit einem Spiel, bei dem er alle Teilnehmer zur Musik bewegte. Auch wenn er inzwischen 62 Jahre alt ist, wird er sein Wissen und Können auch in Zukunft weitergeben: Der Verfasser des Artikels hat im Zusage, im Jahre 2011 eine ähnliche Fortbildung in Nagold Hochdorf durchzuführen, entlockt. Und mit 66 Jahren da fängt das Leben an.

 

Kinderleichtathletik – eine kinderleichte Athletik

Laufen und Sprinten – Werfen und Springen

Nagold-Hochdorf(hub.)110 teils erfahrene, teils angehende Übungsleiter folgten der Einladung des Lehrwartes des Leichtathletikkreises Calw, Günther Henne, zum Lehrgang Kinderleichtathletik am ersten Dezemberwochenende 2007 in die Daxburghalle nach Nagold Hochdorf. Das Lehrteam des Württembergischen Leichtathletikverbandes lieferte Praxis und Theorie der „kinderleichten Athletik“ die Hochdorfer Leichtathleten um „Küchenchefin“ Maria Hofmann sorgten beide Tage für die notwendige Energiezufuhr.

Kinder wollen sich bewegen! Dies gilt es zu fördern. Christian Weber und Eric Schmid zeigten am Samstag wie es gelingt „gleiches zu tun ohne gleiches zu tun“, den  „in der Variation liegt die Motivation“. Die Teilnehmer konnten viele Tipps und Ideen zum Laufen und Werfen mitnehmen seien es  kindgerechte Trainingsinhalte oder Trainingsübungen oder auch günstig selbst hergestellte Trainingsmittel wie Wurfstäbe aus Zeitschriften oder der Einsatz von Jogurt-Becher zur Herstellung von niederen Hürden. Auch der Einsatz von Farben als Trainingshilfen will bedacht sein: So ist es sinnvoll die Farbe Rot mit rechts und die Farbe Lila mit links zu verbinden. Es müssen nicht immer die sicher schönen und guten aber auch teuren Sportgeräte aus dem Fachhandel sein, mit ein bisschen Phantasie und Geschick lassen sich preisgünstige Sportgeräte „zweckentfremdet“ einsetzen  und tragen so zur Motivation der Kinder bei.

Auch wenn die Leichtathletik eine Individualsportart ist, zeigten Christian und Eric ein Feuerwerk an Trainingsübungen wie der  Einzelne mit seinen Leistungen zu einem Gesamtergebnis beiträgt und damit auch dem Schwächeren Erfolg ermöglicht und nicht der Misserfolg aufgezeigt wird.

Am Samstag Nachmittag stand dann Werfen auf dem Programm. Mit verschiedenen  Wurfgeräten erlebten die Teilnehmer das Werfen – in die Höhe – in die Weite und wurden so zum leichtathletischen Schlagwurf  gelenkt. Nach acht Ausbildungsstunden beendete Christian Weber den ersten Ausbildungstag mit einem Lob an die Gruppe. Er habe noch nie eine so disziplinierte und aktive Gruppe gehabt. Wozu der Verfasser nur anmerken kann, dass es bei so einem Referententeam leicht fällt, sich immer wieder auf Neues einlassend aktiv ohne zu Murren mitzumachen.

Am Sonntag wurde die Vielgestaltigkeit der Kinderleichtathletik von Jutta Brixi und Thomas Weinöhrl fortgesetzt. Zunächst ging es um das Springen in die Weite und in die Höhe. Der leichtathletische Weit- oder Hochsprung wird später entwickelt. Jedem Übungsleiter und auch den Eltern der Leichtathletik Kinder muss bewusst sein / werden, dass es etwa 15 Jahre und damit eine lange Zeit dauert, bis die Technik entwickelt ist, die wir dann im Fernsehen bei nationalen oder internationalen Sportfesten sehen. Nach der Mittagspause wurde ein kurzer Theorieblock eingeschoben, bevor die Teilnehmer bei der anschließenden Gymnastik  ihre Muskeln kräftigten, dehnten und mobilisierten. Bei der Abschlussrunde mit Kaffee und Kuchen stellte Jutta Brixi das Konzept des Württembergischen Leichtathletikverbandes zur Kinderleichtathletik vor, was in den beiden Tagen zuvor in der Praxis vermittelt wurde. An beiden Tagen wurde (Kinder-) Leichtathletik nicht theoretisiert sondern praktiziert. Das Fazit der Teilnehmer war: Christian, Eric, Jutta und Thomas macht weiter so. Dies wurde auch durch langanhaltendes Klatschen untermauert.

 
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Stand: 09. Januar 2016 01:45